12.11.2009

von Grilleau @ Donnerstag, Nov. 12, 2009 08:06:10

Ich habe bei meinem Bloggerfreund dem Eifelphilosoph wieder mal einen erstklassigen Beitrag gefunden, den ich meinen Lesern natürlich  nicht vorenthalten möchte.

 

Jetzt ist ja da so ein Fußballspieler gestorben. Ich kannte den Namen überhaupt nicht. Andere schon, denn immerhin waren ja 35000 bei seiner Beerdigung. Hatte vielleicht eine große Familie?

http://www.welt.de/sport/article5177954/Die-Stille-der-Tausenden-fuer-Robert-Enke.html

Selbst hartgesottene 96-Fans mussten weinen. In Hannover versammelten sich rund 35.000 Menschen, um Abschied von Robert Enke zu nehmen. Wahrscheinlich noch nie war eine Massenveranstaltung eine so lautlose Sache wie beim spontanen Trauermarsch für den Nationaltorwart.

Aha, Nationaltorwart. Wahrscheinlich reich. Und depressiv.

Depression ist eine Volkskrankheit. Viele leiden darunter. Und sie ist ein Tabu. Vielleicht noch ein Echo des Dritten Reiches, wo man "solche Leute" einfach beseitigte. Darüber spricht man nicht, einfach mal im Wartezimmer lauschen: alle Krankheiten werden detalliert ausgebreitet - aber nichts "geistiges". Da hat man zu große Angst "weggesperrt zu werden".

Per Gesetz werden gerade tausende getötet. Da redet man nicht drüber, obwohl ihr Lebensumfeld ihnen Depressionen aufzwingt:

http://kriegspostille.blogspot.com/2009/11/hartz-iv-ist-totung-durch-armut.html

Nach dem Arbeitsplatzverlust kam für die meisten sicher erst einmal der Fall ins Ungewisse. Bekomme ich wieder eine Arbeit? Wie lange werde ich arbeitslos sein? Werde ich meine Lebensstandart halten können? Werde ich jetzt arm werden? Wie wird es weitergehen? Die Angst vor der Arbeitslosigkeit treibt die meisten schon vor dem Eintritt der Arbeitslosigkeit herum. Angst ist der Indikator unserer Zeit. Bei den Meisten, beginnt die Angst mit dem täglichen Gang zum Briefkasten. Wieder ein Brief von Job-Center oder Rechnungen die man gar nicht mehr bezahlen kann? Aus dieser Angst heraus hat es besonders zu Beginn der Hartz-Gesetze eine Vielzahl von Suizidhandlungen gegeben, die die Öffentlichkeit bestürzten.

Auch hier gibt es dann besonders stille Beerdigungen. Nicht, weil die tausenden so betroffen sind, sondern weil einfach keiner hingeht. War ja nur ein "Harzi", wie manche die abfälligerweise nennen.

Sozialer Sondermüll. Wertlos.

Und das ist die zentrale Erfahrung, die diese Menschen in ihrem Restleben noch machen. Arbeit - haben sie zum Teil genug. 40 % sind allein erziehende Eltern - wer das mal mitgemacht hat, weiß, das das ein 120-Stunden-Job ist ... jedenfall bei kleinen Kindern. Er wird nur nicht bezahlt, das ist der Unterschied zu jenen, die fein nach der 38,5-Stunden-Woche vor dem Fernseher sitzen.

Mit dem Eintritt in die Arbeitslosigkeit verbinden die meisten erst einmal noch die Hoffnung, baldmöglichst wieder eine Arbeit zu bekommen. Die älteren Arbeitnehmer sind, wenn sie realistisch sind, da schon vernünftiger und machen sich keine großen Illusionen mehr. Spätestens aber nach einem Jahr in der Erwerbslosigkeit erkennen die Betroffenen, dass für sie der Zug der Erwerbstätigkeit abgefahren ist.

Sie sind an der Endstation angekommen. Am Abstellgleis. Sie erleben die täglichen Enttäuschungen dauernder Absagen, die oftmals schikanösen Behandlungen in den Job-Centern, den Ärger dauernd falscher Bescheide und erkennen, meist unbewusst, dass sie überhaupt nicht arbeitslos sind, sondern erwerbslos. Arbeit mit Behörden und Bescheiden haben sie meist mehr als vor ihrer Erwerbslosigkeit. Nur bezahlt werden sie dafür nicht. Was ihnen fehlt, ist die bezahlte Erwerbsarbeit, die ihnen auch das Überleben sichert.

Zu Tode verwaltet per Gesetz. Mit Gewalt in die Depression gejagt, damit sie endlich "den Enke machen" und dem Sozialbudget nicht mehr länger auf der Tasche liegen?

Hierzu ein Zitat von der von mir hoch geschätzten Vivianne Forrester, einer damals 82-jährigen Französin, die eigentlich sehr deutlich beschrieben hat, was in Zukunft auf uns zu kommt. Damals wollte es keiner hören (dabei waren die Gedanken ziemlich einfach und alles andere als konstruiert), heute ist es da:

Denn nichts lähmt und schwächt derart wie die Schmach. Sie gräbt an der Wurzel an und untergräbt jede Tatkraft. Sie degradiert Menschen zu beliebig beeinflussbaren Objekten und reduziert alle, die unter ihr leiden, zu wehrlosen Beute. Daher der Reitz der Mächtigen, sich ihrer zu bedienen und sie zu verbreiten. Die Schmach erlaubt es, Gesetze aufzustellen, ohne auf Gegner zu stoßen, und sie dann zu übertreten, ohne Protest befürchten zu müssen. Die Schmach führt in eine ausweglose Situation, sie verhindert jeglichen Widerstand. Die Scham sollte an der Börse gehandelt werden, sie ist ein wichtiger Grundstoff des Profits“.

Dieses Zitat stammt aus dem preisgekrönten Werk „Terror der Ökonomie“ von Viviane Forrester, das sie bereits 1996, also zu einer Zeit als es noch kein Hartz IV gab, geschrieben hat. Heute ist es aktueller denn je.

Schmach ist die Erklärung dafür, das so viele von Hartz-IV abhängig geworden sind und sich nicht wehren können. Denn die Schmach ... macht depressiv. Und damit die Schmach auch kommt, halten alle zusammen:

Das Mittel der gesellschaftlichen Entsolidarisierung, betrieben durch z.B. Deutschlands größte Tageszeitung, die überall, derzeit für 0,60€, zu erwerben ist, als Teil eines Medienkonglomerats des Axel Springer-Verlags und der Bertelsmanngruppe im Verbund mit SAT1, PRO7 und RTL und immer wiederkehrenden Äußerungen von Selbstdarsteller unserer Republik, welche größtenteils Mitglieder der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (gemeint ist natürlich weniger soziale Marktwirtschaft) sind, klappt in Deutschland auffallend gut. Egal ob Medienhetze, Politikerschelte, Sarrazins Ernährungstipps für ausgewogene Mahlzeiten, oder die Studien zweier Chemnitzer Professoren, es wird keine Möglichkeit ausgelassen, Erwerbslose und Hartz IV-Emfpänger öffentlich zu denunzieren wo es nur geht. Deutschland hat aus seiner Geschichte überhaupt nichts gelernt. Nur heute geschieht das alles wesentlich subtiler.

Eigentlich das, was ich befürchte. Es wird bald wieder Lager geben. Irgendwann werden auch die zu teuer und man wird preisgünstige Endlösungen suchen müssen. Da folgt die Geschichte einer fürchterlich einfachen Logik, die sich entfaltet, sobald man Menschen als "Kosten auf zwei Beinen" definiert, als unerwünschte Elemente der Gesellschaft.

Zuviel befürchtet? Es ist schon längst so weit. Aber ... nicht alle heißen Enke.

Hartz IV ist Tötung durch Armut. Das mag sich zunächst brutal anhören, ist aber eine Tatsache. Alleine dass die wahrscheinliche Sterberate bei Erwerbslosen und Armen um ein vielfaches höher ist, als bei Arbeitenden und Normalverdienern, belegt diese Aussage.
Es ist oftmals ein langsames, leises Sterben. Es beginnt mit dem Verlust jeglicher Lebensfreude, Begeisterungsfähigkeit, Empfindungen, Interesse an Dingen, die eigentlich reizvoll wären, Es mündet oft in Desinteresse, Teilnahmslosigkeit, Lustlosigkeit, Trägheit, Depression, Kraft- und Energielosigkeit und steigert sich ,oft selbst unbemerkt, in unregelmäßiger Nahrungsaufnahme mit einem Essen, dem es an jeglichen gesunden Nährstoffen fehlt.

Gesunde Ernähung ( Obst, Gemüse, Fisch u. v. m.) ist auf Grund mangelnder ökonomischer Verhältnisse gar nicht möglich. Erkrankungen kommen oft auch durch mangelnde ärztliche Vorsorge, weil oftmals nicht mal mehr die 10.-€ Praxisgebühr aufgebracht werden können. So wird Vieles schleifen gelassen, bis es oftmals zu ernsthaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommt. Zahnersatz kann schon gar nicht mehr garantiert werden. Mit mangelhaftem und von Zahnlücken übersätem Gebiss kann keine dauerhafte gesunde Ernährung mehr erfolgen. Wenn nicht der Freitod gewählt wird, so sorgen schon der Verzehr von billigem Fraß für ein verfrühtes Ableben. Kummer, Sorgen, Gram und Angst sorgen für das Übrige.

Das ist die indirekte Vernichtung unwerten Lebens. Viele finden das gut. Es ist Volksvernichtung im großen Stil - und alle schauen zu, weil die Arbeitslosen ja "faul" sind. Früher reichte es zu sagen, es seien "Juden".

Es gleicht jener Strategieänderung bei der Belagerung von Burgen - nicht der direkte Angriff auf das Lebend es Burgherren wird gewagt, sondern das Aushungern wird zum Erfolg führen. Der Hunger hat selbst die mächtigsten Festungen zu Fall gebracht.

Deshalb würde ich auch nicht von Tötung per Gesetz sprechen, sondern von Mord, denn die Folgen der Behandlung von Hartz-Abhängigen sind wissenschaftlich klar verifizierbar:

Beschwerden Erwerbstätige:

Umfrage: von 226 Erwerbstätigen 19% demoralisiert
Keine entstrukturierte Zeitgestaltung
9% trinken regelmäßig Alkohol
In 1000 Versicherungsjahren:
116 Krankheitstage wegen psychiatrischen Erkrankungen
12% stationäre Leistungstage im Kalenderjahr
Risiko früher zu versterben: 09%

Beschwerden Erwerbslose

Umfrage: von 226 Erwerbslosen 43% demoralisiert
48% Zeitgestaltung entstrukturiert
46,8% trinken täglich Alkohol
In 1000 Versicherungsjahren: 876 Krankheitstage wegen psychiatrischer Erkrankungen
36% stationäre Leistungstage im Kalenderjahr
Risiko früher zu versterben: 47%

Eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit zu versterben. 500 % gegenüber dem Normalverdiener. Messer im Bauch oder Schusswunden dürften ähnlich liegen ... sie sind nur nicht so subtil. Deshalb nenne ich das
lieber Mord ... denn die Folgen sind ja bekannt.

Nun ... Che Argevarra geht es auch nicht gut, nebenbei bemerkt. Das hat viele Gründe, die ich nicht veröffentlichen darf. Noch nicht. Es geht nicht ums Geld, er beherrscht die Kunst, mit sehr wenig auszukommen. Er kämpft gegen die Schmach an. Trinkt nicht, raucht nicht, ist aber fest entschlossen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Und doch ... bleibt das alles nicht in seinen Klamotten hängen.

Wenn er jetzt einfach mal Schluß macht....merkt das kein Schwein. In den Tod getrieben per Gesetz - keine Sau interessierts.

Vielleicht sollte er Fußball spielen, dann wird er zu einem deutschen Held und alle nehmen Anteil an seinem Schicksal.

So jedoch ist er der Jude des deutschen 21. Jhd. - und es gibt viele, die ihn das spüren lassen in seinem persönlichen Umfeld. So ... kann man schlecht Kriege gewinnen.

 

Quelle: Eifelphilosoph Klick

05.11.2009

von Grilleau @ Donnerstag, Nov. 05, 2009 23:12:49

Die Hartz-Gesetze stellen eine Art »Verfolgungsbetreuung« dar. Sie sind wichtiges Element beim Aufbau eines autoritären Staates. Ein Gespräch mit Reinhold Bianchi. Interview: Gitta Düperthal, junge Welt.

Berufstätigkeit ist für Menschen ein wichtiges Element, um im Alltag Selbstbewußtsein zu entwickeln und soziale Bindungen aufzubauen. In Niedriglohnjobs arbeitende Menschen werden aber häufig krank machenden Arbeitsbedingungen unterworfen. Nach Verlauf der Probezeit wird oft gekündigt. Bei der Arbeitsagentur herrscht das Interesse, Klienten möglichst schnell wieder in Arbeit zu bringen. Das bedeutet meist, daß Arbeitsbedingungen und Bezahlung beim nächsten Job noch schlechter werden. Zumutbar ist alles, heißt die Devise. Wie schätzen Sie die psychischen Folgen ein?

Diese Abwärtsspirale beinhaltet im wesentlichen Entwertungs- und Ausgrenzungserfahrungen, die Depressionen und Verzweiflung hervorrufen. Ein rigider bürokratischer Apparat behandelt die Betroffenen als Last, die möglichst rasch weggeschoben werden muß. Das verabsolutierte Kostensenkungsprinzip geht zu Lasten der Menschen und ihrer Würde. Die Aufhebung der Zumutbarkeitsgrenzen verschärft den »Gewaltakt Arbeitslosigkeit« für die Betroffenen. Sie erfahren eine psychisch und materiell sehr destruktive Entwertung ihrer Bildung und beruflichen Leistung, die für das Selbstwert- und Identitätsgefühl relevant sind.

Was sagen Sie zur These, daß die Hartz-Gesetze auf Kontrolle, Sanktionierung, Aushungern und den autoritären Staat setzen?

Ja, das sehe ich ganz genau so; die Bestrebungen zu einem autoritären Staat sind ja umfassend. Die Hartz-Gesetze stellen eine Art »Verfolgungsbetreuung« dar, die der Einschüchterung, Disziplinierung und Entmündigung der Betroffenen dient. Damit sollen sie ein wichtiges Element beim Aufbau eines autoritären Staats bilden, mit dem sich die Machteliten für ihre aggressiven Aktionen nach innen und außen fit machen und gegen Krisenreaktionen von unten absichern wollen.

Wer hat ein Interesse daran, die gesellschaftliche Diskreditierung einer Vielzahl von Menschen aufrechtzuerhalten?

Ein Interesse an der gesellschaftlichen Diskreditierung ganzer Bevölkerungsgruppen haben natürlich die neoliberalen Eliten in Wirtschaft, Politik und Medien. Sie profitieren von der sozialen Spaltung, die die Gewinne exorbitant steigert und die sozial Schwächeren dafür bezahlen läßt. Die Diskreditierung ist ein indirektes, sozial und psychisch brutales Herrschaftsmittel.

Welche Möglichkeiten hat der einzelne, sich dieser Zwangslage zu entziehen?

Die zentrale Grundlage, um das Selbst der Hartz-IV-Opfer vor Depressionen zu schützen, besteht im Abbau der induzierten Scham- und Schuldgefühle, die den Betroffenen vermittelt werden. Sie brauchen ein Bewußtsein, daß sie die Opfer derjenigen sind, die eine soziale Spaltung immer weiter treiben und die ständige Begünstigung von Großkonzernen durch Abbau der Sozialleistungen finanzieren. Hilfreich ist es auch, sich vor Isolation zu schützen und den solidarischen Kontakt zu anderen Betroffenen und sozial engagierten Gruppen zu suchen. Dadurch kann die Gefahr vermindert werden, daß die Opfer ihre Frustration auf die eigene Familie abladen und damit ihre persönliche Not nur noch vergrößern.

Reinhold Bianchi ist Psychoanalytiker und Ko-Autor des Buches »Solidarisch Mensch werden — psychische und soziale Destruktion im Neoliberalismus und Wege zu ihrer Überwindung« (VSA).

Quelle Klick

05.11.2009

von Grilleau @ Donnerstag, Nov. 05, 2009 05:26:07

Machtausübung durch Massengesellschaft,und dem Instrument Schulpflicht!

Ein wichtiger Grund, warum wir eine Massengesellschaft haben und dies auch mit allen Mitteln gefördert wird, ist der Umstand, dass ein Individuum eine eigene Denkweise hat. Wollte man solch ein Individuum manipulieren, dann müsste man sich genau auf seine Denkstruktur einstellen und die entsprechenden Methoden anwenden.
Diese wirken jedoch nur bei diesem einen, einzigartigen Menschen und Versagen bei den anderen dieser Form.
Das bedeutet, dass man die Gesellschaft aus Individualisten niemals beherrschen kann, da man sie nicht als Masse, sondern allenfalls einzeln kontrollieren kann.

Ganz anders sieht es bei der Massen- Gesellschaft aus:

Hier ähnelt jeder dem anderen seine Denkweise. Mit einem denselben Manipulationsprogramm können also gleich 1000 oder Millionen Menschen gleichzeitig in die gewünschte Richtung gelenkt werden.
Deshalb wird jedes Machtsystem immer alles daran setzen, eine Individualisierung der Menschen zu vermeiden und die Kollektivierung zu fördern. Über die Massenmedien ist das heute auch kein großes Problem. Gewünschte Meinungen werden einfach so lange immer wieder wiederholt und Gegenmeinungen unterdrückt und lächerlich gemacht, bis es die Massen- Menschen glauben

"So wie man uns jetzt erzieht, bekommen wir
Zuerst eine zweite Natur: und wir haben sie, wenn die Welt uns reif, mündlich, brauchbar nennt. Einige wenige sind Schlangen genug, um diese Haut eines Tages abzustoßen: dann wenn unter ihrer Hülle ihre erste Natur reif geworden ist. Bei den meisten vertrocknet der Keim davon"


Friedrich Nietzsche, Philosoph

 

Die Schule als Herrschaftsinstrument

Dazu kommt die staatliche und damit von den jeweiligen Macht- Menschen gelenkte Schule. Warum wohl gibt es eine von oben verordnete " Schulpflicht "? Auch das übelste Terrorregime legt größten Wert darauf, das Schulwesen in der Hand zu halten. Um den Kindern etwas " nützliches " beizubringen, darum kann es allein nicht gehen:

Der Lernerfolg in den Schulen ist minimal. Nach dem großen Zeitraum von 10 oder 13 Jahren Schule jedenfalls bleibt außerdem puren lesen und schreiben sowie den Grundrechenarten meist nur wenig übrig. Kinder sind sehr wissbegierig, bevor sie in die Schule kommen, und könnten problemlos lesen, schreiben und sich die Grundrechenarten freiwillig durch spielerisches lernen aneignen. Hierzu verweise ich auf dem Filmbeitrag " Wie Indiens Kinder spielend das Internet erobern"

Der Computer wurde ans Internet angeschlossen. Fertig. Das Experiment hatte begonnen.Schon bald stellte sich heraus,dass Kinder,die nie zuvor einen Computer gesehen hatten,in kürzester Zeit – ohne Hilfe von außen – lernten,zielsicher im Internet zu surfen. Das Experiment machte schnell Karriere.

Dazu kommt, dass in der Schule ein starres Programm vorgegeben wird, dass keinerlei Rücksicht auf die individuellen Begabungen und vor allem die geistige Entwicklung der Schüler nimmt. Eine vielleicht schon mit fünf Jahren so weit, lesen zu lernen, ein anderer erst mit acht Jahren. Beide werden in die Schule dagegen in einer Altersklasse eingeteilt und leiden entsprechend darunter. Dazu kommt dann noch viel überflüssiger Stoff, der weder wichtig noch interessant noch überhaupt notwendig ist.
Das Lernprogramm besteht darin, uninteressanten Lernstoff auswendig zu lernen und am Tag der Prüfung wie eine Schallplatte wiedergeben zu können, um ihn danach für immer zu vergessen, da im späteren Berufsleben ganz andere Anforderungen gestellt werden.

Überhaupt erhält ein Mensch nur Wissen, dass er freiwillig, aus Interesse lernt, alles andere geht wieder verloren, und das lernen stellt dafür nur sinnlose Zeitverschwendung dar.

Das wissen der Welt ist heute so groß dass ein Mensch selbst beim besten Willen gerade einen winzigen Bruchteil davon überhaupt erfassen könnte. Warum sollte also in der Schule gerade willkürlich der Wissensstoff X. gelehrt und Y. verschwiegen werden?

 

Viel sinnvoller als pures Auswendiglernen wäre es, den Kindern beizubringen, wo sie Informationen finden, wenn sie benötigt werden, um vor allem, wie man diese logisch verknüpft, um einen Sinn zu erkennen.

Doch genau das ist für jedes Herrschaftssystem, gleichgültig in welchem Land, überhaupt nicht erwünscht. Von klein auf sollen die Kinder lernen, dass sie nur "unwichtige Würstchen"sind und alles zu schlucken haben was ihnen vorgesetzt wird.

Siehe hierzu einen Beitrag von Maru64 indem der Bertelsmann-Konzern sich als Vorreiter der Indoktrinierung der Kinder erweist!

Erschreckend ist die Einflussnahme des Bertelsmannkonzerns dadurch, dass offengelegt wird, dass es nur noch darum geht Humankapital heranzuzüchten, dass in unserer globalisierten Welt gut zu funktionieren hat. Humanität und Fürsorge, wie es uns allen noch vor Jahrzehnten wichtig erschien, bleibt dabei außen vor. Wichtig ist heute, dass selbst den Kindern schon beigebracht wird, dass sie zu funktionieren haben, sonst werden sie aussortiert und landen in Hartz IV!

Zu viel nachfragen und hinterfragen, so lernen sie schnell, bringt in der Schule Ärger ein. Am besten kommt durch diese Zeit, wer den Vorgesetzten Lehrstoff blind auswendig lernt und das Hinterfragen verlernt. Noch selbständig denkende Schüler gelten dann im Umfeld schnell als Außenseiter und werden durch die Mitschüler-Massenmenschen entsprechend drangsaliert. Dazu kommt dass das Schul Niveau mit der Zeit immer schlechter wird. Ältere Lehrer berichten, dass es vor 30 Jahren sehr selten Legastheniker gab, also Kinder mit einer lese- und schreib Schwäche. Heute ist dies jedoch die Regel. Ebenso sieht es bei den Verhaltensauffälligkeiten aus, die dramatische Ausmaße angenommen haben.

Dass es nach einer solchen Institution am Ende fast noch Massen Menschen gibt, die gelernt haben, alles zu schlucken, was vorgesetzt wird, ist dann kein Wunder mehr. Dazu kommen die Massenmedien, die ähnlich der Schule ganze Völker täglich bearbeiten und berieseln. Gewünschte Meinungen werden dargestellt, Zusammenhänge nicht erklärt, und der Massenmensch tut das, was er aus der Schule gelernt hat:

alles aufnehmen und der verinnerlichen und nichts hinterfragen! Wie die Menschen als Massen manipuliert werden, erklärt der Franzose Le Bon schon vor über 100 Jahren. Adolf Hitler war ein leidenschaftlicher Anhänger derTheorien Le Bon, und bekanntermaßen hat auch Adolf Hitler die Schulpflicht wieder eingeführt.

" Die Nachteile des allgemeinen Stimmrechts fallen ohne Zweifel zu sehr in die Augen, als dass man sie verkennen könnte. Es ist nicht in Abrede zu stellen, dass die Kulturen das Werk einer kleinen Minderheit überlegener Geister gewesen sind... die Größe einer Kultur darf gewiss nicht von dem Stimmrecht untergeordneter Elemente abhängen, die nichts als eine Zahl bedeuten. Ohne Zweifel sind die Abstimmungen der Massen Recht oft gefährlich."

Le Bon, Massenpsychologie der Massen, 1895

 

Einen sehr interessanten Beitrag gab es in der letzten quer-Sendung auch zum Thema Schulsystem und insbesondere um die voranschreitende „Zurichtung“ der Kinder auf die Konkurrenz- und Ellenbogengesellschaft, die unser Wirtschaftssystem folgerichtig erzeugt bzw. bedingt: „Schulgewalt: Pädagogen kritisieren das Schulsystem“. Der Beitrag macht in meinen Augen durchaus deutlich, wie verheerend ein auf die komplette Durchökonomisierung des menschlichen Daseins abzielende Ordnung ist, und das diese Form des kapitalistischen Produzierens und (Sich-)Verkaufens gegen den Menschen gerichtet ist und uns am Ende selbst zerstört.Hier mehr dazu.

Teilauszüge aus dem Buch von Günter Hannich " Der Marionettenstaat"

04.11.2009

Welt Online berichtet:

Es sei der Sozialstaat, der die Unterschicht überhaupt erst hervorgebracht habe, sagt der Präsident des Ifo-Instituts in München, Hans-Werner Sinn. Fast ein Drittel des hiesigen Sozialprodukts werde für soziale Leistungen verwandt. „Um in ihren Genuss zu kommen, muss man meist den Arbeitsmarkt verlassen. Die Menschen erhalten also eine Prämie, wenn sie sich aus der Arbeitsgesellschaft ausgliedern“, rügt der Ökonom.

http://www.welt.de/politik/deutschla...erschicht.html

So so Herr Professor Hans-Werner (Un) Sinn, dann wird sie mal ein nicht Professor aufklären müssen!

Ausgaben des Bundes und der Kommunen für Arbeitslosengeld II und Sozialgeld – 35,3 Milliarden Euro in 2008, 5 Milliarden Euro weniger als 2006

Die vom Bund und Kommunen zu tragenden SGB II-Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts sanken von 2006 bis 2008 um über 5 Milliarden Euro auf 35,3 Milliarden Euro. Diese Einsparungen kamen nahezu ausschließlich dem Bund zugute, denn die überwiegend von den Kommunen zu tragenden Leistungen für Unterkunft und Heizung sanken lediglich um 0,4 Milliarden Euro, die vom Bund zu tragenden Ausgaben für das Arbeitslosengeld II (netto) und die Sozialversicherungsbeiträge dagegen um 1,7 Milliarden Euro bzw. 2,9 Milliarden Euro.

Der Anteil der Kommunen an den SGB II-Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts sank um lediglich 0,3 Milliarden Euro auf 9,6 Milliarden Euro (27,3%) im Jahr 2008.Der Anteil der Kommunen an den SGB II-Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts reichte in den letzten 12 Monaten mit revidierten Daten über die monatlichen Leistungsansprüche (Juni 2008 bis Mai 2009) von 23,1 Prozent in Rheinland-Pfalz bis 31,7 Prozent in Hamburg. (Bundesdurchschnitt: 27,8%).

Die komplette PDF-Datei zum Downloden: SGB II-Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts (Hartz IV)
Quelle: Klick

Sozialbudget

Einen Überblick über das System der sozialen Sicherung bietet das Sozialbudget der Bundesregierung. Hier werden jährlich die verschiedenen Leistungen des Sicherungssystems zusammengestellt. Die Leistungen des Sozialbudget insgesamt beliefen sich 2007 für Deutschland auf rund 707 Mrd. Euro. Klick

Wie man hier aus diesen Zahlen leicht ersehen kann, kommen in die Taschen der Hartz IV- abhängigen etwa 5 % von diesen 707 Milliarden an.

Also entlarvt sich hier schon dieser Professor (Un) Sinn aus München mit seinen Behauptungen jeder dritte Euro würde für Sozialleistungen ausgegeben, für die so genannte Unterschicht, allein das Wort Unterschicht ist schon eine Frechheit.

Und wenn ich mir das Bruttoinlandprodukt mit seiner 500 % Steigerung in den letzten 15 Jahren dagegen stelle, sind die 35 Milliarden Euro etwa 1,2 %.

Das sind Fakten, und trotzdem wird der Hartz IV- abhängige als ein Schmarotzer und eine Gefahr das Wirtschaftssystem dargestellt, denn er ist es ja der laut (Un) Sinn die Kosten für die Sozialleistungen explodieren lässt.

Ich denke in Anbetracht der 7,8 Millionen Hartz IV abhängigen ist das ein wahres Schnäppchen um den sozialen Frieden zu erhalten. Oder wollen wir Zustände wie in Brasilien? Oder gar New Mexiko? Oder wie in den vereinigten Staaten von Amerika?

Ps: Wenn der Sozialstaat die Unterschicht hervorbringt ist der Umkehrschluss, den Sozialstaat abzuschaffen, hiermit wird öffentlich propagiert die Unterschicht verhungern zu lassen.

PPS: Das durch die ständige Automatisierung und Rationalisierung immer mehr Arbeitskräfte freigesetzt werden, scheint den Herrn (Un) Sinn an seinem Allerwertesten vorbei zu gehen, dieser Afterküsser.

Hier ein interessanter Artikel „Langfristig wird die Arbeit verschwinden“

04.11.2009

In der Welt Online zu lesen:

Elterngeld – Fortpflanzungsprämie für Unterschicht
Heinz Buschkowsky hat recht mit seiner Kritik an der Familienpolitik. Denn anders als geplant, schafft das Elterngeld vor allem Gebäranreize in der Unterschicht. Von 100 Elterngeldbabys, die eigentlich alle von Karrierefrauen hätten kommen sollen, steuerten diese im Jahre 2007 gerade mal neun bei. Eine folgenschwere Entwicklung.

Quelle Kick

 

Ps:Warum wird dieser Mann wegen Volksverhetzung  nicht verhaftet, ist Deutschland so tief gesunken, ist die Gesellschaft schon so formatiert dass sie diesen Faschismus  nicht bemerkt?

Was ist das für ein Volk, was sich so erniedrigen und beleidigen lässt?

Ich werfe folgenden Satz zur reinen Provokation jetzt einmal ins Feld:


Wir dürfen den Juden kein Elterngeld geben denn das wäre nur eine Fortpflanzungsprämie/ Gebäranreize für diese Unterschicht.

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