10.10.2009

Als “arbeitsscheu” werden im Tagesgespräch oft Menschen diffamiert, die als Arbeitslose oder Sozialhilfeempfänger ohne eigenes Verschulden nicht am Erwerbsleben teilnehmen können. Der Vorwurf der Arbeitsscheu diente in der NS-Zeit als Bestandteil der Sammelbezeichnung “Asoziale” zur Charakterisierung von bestimmten Angehörigen der sozialen Unterschichten (wie beispielsweise Bettler, Prostituierte, Obdachlose, Trinker, Nichtangepasste, Aussteiger), die meist keiner geregelten Beschäftigung nachgingen. Er wurde schon lange vor der nationalsozialistischen Zeit als Begründung sozialfürsorgerischer Zwangsmaßnahmen (”Arbeitshaus”) benutzt. Das NS-Regime begann bereits 1933 mit der Verfolgung von “Arbeitsscheuen” und anderen “Asozialen“, die ab 1937 in Konzentrationslager eingewiesen und anderen Zwangsmaßnahmen (beispielsweise Sterilisation) unterworfen wurden, weil nach Verlautbarung der “Rassenhygienischen und bevölkerungspolitischen Forschungsstelle” im NS-Reichsgesundheitsamt asoziale Charaktereigenschaften angeblich vererbbar sein sollten. 1938 gab es eine Verhaftungswelle mit Einweisung in Konzentrationslager (Aktion “Arbeitsscheu Reich“), die weit über 10000 Personen traf. Die Einstufung einer Person als “arbeitsscheu war willkürlich, sie erfolgte oft durch Denunziation. Die Rechtlosigkeit des Einzelnen, die Preisgabe des Individuums gegenüber der Willkür der Behörden, die dem Wunsch der diesen Begriff Benutzenden entspricht, kommt in der Diskriminierung “arbeitsscheu” zum Ausdruck.Literatur: Ayaß, Wolfgang: “Asoziale” im Nationalsozialismus, Stuttgart 1995.

[ Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung ]

Vier herrausragende Vertreter unserer parlamentarischen Demokratie bedienten sich dieser, von den Nazis so erfolgreich angewandten, Diskriminierungsmethode.

  1. Gerhard Schröder (SPD) “Es gibt kein Recht auf Faulheit
  2. Wolfgang Clement (ex-SPD) “Schmarotzer und Parasiten
  3. Guido Westerwelle (FDP) “Es gibt kein Recht auf staatlich bezahlte Faulheit
  4. Henner Schmidt (FDP) "Hartz IV Empfänger sollen Ratten jagen"

     

Das diese Kerle ungestraft an Kampagnen der Nazi-Zeit anknüpfen können, zeigt in welch erbärmlichem Zustand sich unsere Demokratie bereits befindet.

Um Kürzungen von Sozialleistungen politisch durchsetzen zu können ist ihnen jedes Mittel recht. Die von diesen Kürzungen automatisch betroffenen Kinder sind ihnen scheissegal. Sie würden für die Erreichung ihres Ziels auch über Leichen gehen.

Die Empörung die hochrangige Vertreter der Sozialdemokratie anlässlich der jüngsten Westerwelle-Äusserung an den Tag legen, kann nur als das bezeichnet werden was sie ist - erbärmliche Heuchelei!

Wo ist der Zentralrat der Juden bei solchen Äußerungen?

Wenn ich mir überlege, dass der Zentralrat der Juden sich wegen jeder Kleinigkeit gleich aufregt siehe aktuell hier:
http://www.welt.de/fernsehen/article4570513/Harald-Schmidt-soll-sich-entschuldigen.html

und auf der anderen Seite er zuschaut das mittels dem Sanktionsparagraphen 31 SGB II  jeder Fall Manager einen Knüppel in die Hand bekommen hat und ausnahmslos jeden in Zwangsarbeit zu Knüppeln.

Kommt ein Hartz IV-abhängiger auf den Gedanken sich dem Fall Manager zu widersetzen wird sanktioniert, 30 %/60 %/100 %/ hilft das alles nichts,  wird der Krankenversicherungsschutz gestrichen, sollte der ALG II -abhängige immer noch hartnäckig sein, wird ihm die Miete nicht mehr überwiesen.

Ich frage mich auch schon die ganze Zeit, wo sind die Menschen wo das große "C" vor sich her tragen, genannt im Fachjargon auch Christen, über jeden Scheiß wird sich gleich aufgeregt siehe aktuell hier:

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2199502_0_1930_-streit-um-filmbeitrag-christen-zeigen-das-zdf-an.html

Ich könnte jetzt noch Dutzende von diesen Beispielen bringen, alles ist ruhig und schaut zu, hatten wir doch alles schon mal . Wo waren diese ach so religiösen als die Öfen anfingen zu qualmen? Braunes Hartz Ist Menschen verachtend und Punkt.

Keiner will den Vergleich zu lassen mit dem Nazi Reich es wird argumentiert bei Hartz IV kommt keiner ums Leben, das stimmt ja auch vordergründig, es wird keiner in einen Ofen geschoben doch die wenigsten davon werden ihr Rentenalter erreichen. Steter Tropfen höhlt den Stein aus, Hartz IV ist gepflegter Sozialdarwinismus auf Raten, oder auch Selbstmord auf Raten. Sauber clean, man riecht Nix, man hört Nix, man sieht Nix, man merkt Nix, einfach sauber und effizient und vor allem es steht im Gesetz.
Einer Statistik zufolge haben sich etwa schon 1100 Menschen das Leben genommen, sie halten die Repressalien und  den Druck nicht mehr aus.

Wo ist der Zentralrat der Juden wo sind die Katholiken wo ist die Gewerkschaft, alle schauen zu und machen mit.

Ich sehe gesellschaftliche Tendenzen zum Faschismus in Deutschland, zum Beispiel in Form des autoritären Zwangsregimes ,Hartz IV’. Davor habe ich Angst.“ Eine Bevölkerungsgruppe werde öffentlich und verdeckt diffamiert.

Wehret den Anfängen!”


Ps: Und noch was ihr neoliberale Kasper, Armut kauft nicht, und wo nicht gekauft werden kann, gibt es auch keinen Markt, und wo kein Markt ist, gibt es auch keine Unternehmen, so einfach ist das!

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