HartzIV: Die neuen Zwangsarbeiter
HartzIV: Die neuen Zwangarbeiter
Oder: wie man Sklaven für die Wirtschaft produziert.
“Wirtschaft ist die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln.” (Ernest Lightway). Während der Nazidiktatur hat sich kaum eine Firma geschämt, mit Zwangsarbeitern zu arbeiten. 2600 deutsche Firmen haben auf diesen Billiglohnsektor zurückgegriffen. Der von den Juden der Nachkriegsgeschichte in die religiöse moralische Instanz gehobene Holocaust, war schlicht eine schreckliche industrielle Verwertung. Die Zwangsarbeiter waren nichts weiter als eine Rechnungseinheit im Produktionsprozess. Ihren Erhaltungskostenfaktor konnte man beliebig reduzieren, da genug Reserven da waren. Selbst tote Zwangsarbeiter wurden wirtschaftlich noch verwertet. Jenseits von Moral waren das nüchterne Rechnungsvorgänge der Gewinnmaximierung.
Folgt man dem Gedanken der industriellen Verwertung auf die heutige Zeit, lässt sich der Begriff Zwangsarbeit ebenso anwenden.
Mit dem Verlust der freien Berufswahl, der Einführung der Sanktionen bei Arbeitsverweigerung, wurde die Grundlage für den Arbeitszwang geschaffen. Von 39,7 Millionen Erwerbstätigen der BRD arbeiten 6,4 Millionen in Minijobs, 260.000 in Ein-Euro-Jobs. Es leben in der BRD ungefähr 21 Millionen an der Armutsgrenze. Dieses ist eine “verfügbare industrielle Masse”.
Betrachten wir eine spezifische historische Struktur anhand der Firma Braun Melsungen, Herstellung von medizinischem Bedarf. Bernd Braun, Studienkollege von Joseph Mengele, war ein glühender Verfechter der Arisierung im Dritten Reich und richtete Symposien über unwertes Leben ein. Gleichzeitig verwertete er unwertes Leben in seinem Konzern in Spangenberg im Sinne der Gewinnmaximierung für die Produktion und medizinische Forschung an Lebenden und Toten.
Kommen wir wieder in die Gegenwart. Nicht zufällig ist der Vorstoß der Chemnitzer Professoren mit ihrer Kürzung der Hartzbezüge bei gleichzeitiger Steigerung der Lebenshaltungskosten. Es wäre eine enorme Forcierung der Verelendung dieser industriellen “Hartz-Masse” in Richtung Zwangsarbeitervolumen und damit gleichzeitig eine Bedrohung der Erwerbstätigen, wodurch politisch andere Härten durchgesetzt werden könnten. Es ist der Beginn einer “Hartzisierung”, wenn sie nicht schon in vollem Gange ist. Man wird jetzt sagen: Bei uns wird niemand totgeschlagen. Das ist richtig, muss aber nicht mehr sein.
Kommen wir wieder auf das Beispiel Braun Melsungen zurück. Exemplarisch an ihm kann man aufzeigen, dass diese Firma nach dem Krieg die Toten als Rohstoffquelle erschlossen hat. Jahrzehnte hat diese Firma, wegbereitend mit den Städtischen Kliniken Kassel, Tote ausgeplündert. Längst wird der Leichnam industriell verwertet. Ein Milliardengeschäft. (vgl. hierzu: DER SPIEGEL, Geplündert ins Grab, 6.12.1993) Zwischenzeitlich ist der Tote ein beliebtes Rohstofflager und kann viel besser verwertet werden, als noch zur Zeit des Nationalsozialismus.
Um es in die Worte von Altkanzler Schmidt zu kleiden: Man muss sich von der Demokratie nicht zu viel versprechen. Es wird eine Frage der Zeit sein bis dieser Sozialstaat demontiert ist. Es wird über die Kosten geschehen. Wer in der Zukunft seine Kosten nicht mehr selbst tragen kann, wird für das Gemeinwesen unwert.
Ex-Wirtschaftsminister Glos:
http://www.zeit.de/online/2007/13/arbeitspflicht-glos
Das arbeitsscheue Gesindel in diesem Land muß endlich begreifen, dass es kein Recht auf eine Entlohnung hat, die ein menschenwürdiges Leben ermöglicht!”
Deshalb werden wir die Arbeitspflicht einführen, und den Straftatsbestand der Arbeitsverweigerung! Notfalls werden wir den Schmarotzern in Arbeitslagern die Hammelbeine langziehen!
Henner Schmidt, FDP-Fraktionsvize meint:

